Und wieder mal spricht ein Politiker offen über etwas, von dem er anscheinend keine Ahnung hat. Diesmal ist es der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Günter Krings, der für eine Verschärfung des Urheberrechts plädiert. Ist an sich vielleicht gar keine schlechte Idee (in bestimmten Bereichen), doch was er während seiner Rede alles durcheinander wirft ist doch geradezu haarsträubend.

Nicht nur daß er glaubt, die “Open-Source-Bewegung” (“Radikale”) hätte “längst auch den Buchmarkt entdeckt” (gibt es eigentlich auch “Closed-Source Bücher”?) deren “Vertreter der Schutz geistigen Eigentums nicht mehr ist, als eine neue Erfindung mächtiger Verleger”. Er ist auch der Ansicht, daß dieses Verhalten “zu einem Absterben des kreativen Potenzials in unserem Lande” führen würde.

Unterm Stich liest sich das Redemanuskript wie ein panikmachender Artikel einer Boulevardzeitung, der von insidern eher in den Bereich der Fantasy gehört. Herr Dr. Krings sollte sich doch vielleicht mal einige Open-Source Lizenzen durchlesen, die hauptsächlich Urheberrechtslizenzen sind.
Aber solange auch gewisse Politiker den Begriff “freie Software” wie “Freibier” verstehen (anstelle von “Freiheit”), werden wir wohl immer wieder mal solche für Insider sehr erheiternde Texte lesen können.

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Januar 13, 2006 at 4:35 pm by Frank
Category: Allgemein
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