Seit mehr als 170 Jahren gibt es keine freilebenden Braunbären mehr in Deutschland. Im Jahre 1835 wurde der letzte Bär von einem Jäger erlegt.
Nun ist wieder eines dieser Tiere in Deutschland aufgetaucht – hoffentlich nur für einen kleinen Besuch aus dem benachbartem Österreich. Schließlich soll das Tier nach dem Willen des bayerischen Umweltministers Werner Schnappauf getötet werden.
“Der Bär ist zu einem Problembären geworden”, so der Minister. Er sei “ganz offensichtlich außer Rand und Band.”
Anscheinend hatte sich der Bär wohl geweigert, seine Nahrung in einem Supermarkt oder auf einer Müllkippe zu besorgen – stattdessen ist er seiner Natur gefolgt und hat einige Schafe und Hühner gerissen. Und wer nach Meinung von Minister Schnappauf ein Schaf tötet, steht auch kurz davor einen Menschen zu töten – und das muß schließlich verhindert werden.
Zu dumm nur, daß Schnappauf wohl nicht weiß, daß es in den nicht-deutschen Alpen mehrere dutzend dieser Bären gibt. Und trotz zehntausender Wanderer wurde bisher kein Mensch getötet oder verletzt.
Update, 15:30 Uhr:
Laut Informationen von BR-Online hat der Bär entgegen Herrn Schnappauf’s Willen zur Zeit noch einen Sonderstatus. So benötige das zuständige Forstamt erst eine schriftliche Ausnahmegenehmigung, da der Braunbär zu den geschützten Tierarten zählt. Somit würde ein Jäger mit der Tötung gegen das Naturschutzgesetz verstoßen.











