Allem Anschein nach darf man als Politiker nur ein sehr geringes logisches Denken zur Verfügung haben. Und als EU-Politiker darf überhaupt kein logisches Denken vorhanden sein.
Denn wozu soll man über was debattieren und beratschlagen, was man sowieso nicht beschließen kann?
Zuvor hatte sich der Ministerrat grundsätzlich auf ein europaweites Verbot von “Killerspielen” und Gewaltvideos geeinigt. Über die Verbote könnten aber nur die EU-Mitgliedsländer selbst entscheiden.
Quelle: tagesschau.de
Prima, woll? Da treffen sich ne ganze Menge an EU-Minister in Dresden, debattieren dann ne ganze Weile auf Kosten der Steuerzahler über “Killerspiele” und “Gewaltvideos” herum und einigen sich auf etwas, was eh nur die einzelnen Mitgliedsländer selbst entscheiden können.
Aber der Clou der ganzen Sache kommt ja noch:
Eine Liste von Spielen und Videos, die in den einzelnen Ländern bereits verboten seien, soll auf der EU-Hompage “InSafe” veröffentlicht werden, um Eltern und Lehrern eine Hilfestellung im Jugendschutz zu geben.
Na ist das nicht klasse? Da soll eine Liste auf eine Webseite gestellt werden, aus der ersichtlich ist, welches Spiel in welchem EU-Land verboten (also damit auch nicht erhältlich) ist. Hoffentlich steht beim betreten der Seite der folgender Hinweis:
Ich bin älter als 18 Jahre und werde diese Liste nicht dazu benutzen um festzustellen in welchem EU-Land ich welches Spiel legal einkaufen kann.