Wer eine Multimedia-Tastatur unter Linux besitzt und nicht GNOME oder KDE verwendet, kann meißt nicht auf die zusätzlichen Tasten seiner Tastatur zugreifen. Abhilfe schafft da ein Tool namens ESE Key Daemon. Das Programm läuft auf Kernel 2.6 im Userspace und stellt die zusätzlichen Tasten via Daemon zur Verfügung.
Installation und Einrichtung ist recht einfach.
Da es sich um ein sehr kleines Programm handelt habe ich mir die aktuellste Version einfach von der Homepage heruntergeladen. Danach einfach entpacken und kompilieren:
tar xfz esekeyd-1.2.3.tar.gz
cd esekeyd-1.2.3
./configure
make
Nun ist das Programm fertig kompiliert und bereit zur Installation ins System. Ich verwende dazu checkinstall, welches via make ein RPM erzeugt. Somit kann das Programm später einfacher wieder deinstalliert werden. Alternativ kann natürlich statt checkinstall auch “make install” verwendet werden. Der RPM-Aufruf danach entfällt dann natürlich.
checkinstall
rpm -ivh /usr/src/redhat/RPMS/i386/esekeyd-1.2.3-1.i386.rpm
Nun ist der ESE Key Daemon installiert. Nun starte ich zunächst das “lernprogramm”, welches mir die verfügbaren Tasten in eine Konfigurationsdatei schreibt. Dazu einfach die jeweilige Taste drücken. Theoretisch sollte es so auch möglich sein, einer “normalen” Taste eine andere Funktion zuzuweisen (z.B. den Funktionstasten F1 bis F12).
learnkeys ./esekeyd.conf /dev/input/event0
Je nach Tastaturtyp kann das Input-Device variieren. Bei mir war es event0, die Anleitung spricht sogar von event3. Falls also event0 nicht klappt, einfach von 0 an hochzählen und neu starten. Kommt irgendwan die Fehlermeldung “no such device” gibt es keine weiteren Input-Devices.
Nach dem einlernen kann man “learnkeys” mit CTRL-C einfach abbrechen und die erzeugte ./esekeyd.conf mit einem Editor anpassen.
Hat man alle gewünschten Programmaufrufe in die Konfiguration eingefügt kann man den Daemon endlich starten:
esekeyd .esekeyd.conf /dev/input/event0 /var/run/esekeyd.event0.pid
Schon klappen alle Tasten meiner Multimedia-Tastatur auch problemlos unter z.B. E17. Will mann ESE Key Daemon bei jedem Systemstart verwenden empfiehlt sich entweder eine eigene Startdatei oder einfach der obige Aufruf in /etc/rc.d/rc.local (bei RedHat/Fedora).












