Perfekte Partitions-Recovery
July 24th, 2007 Posted in UnterwegsTja, da hab ich mir neulich durch eigene Dummheit die ersten paar MB meiner Festplatte komplett vernichtet. Erstmal stand der Schweiß auf der Stirn, dann aber die Erkenntniss, daß Linux ja solange damit leben kann, wie das System läuft. Also Ruhe bewahren und überlegen - wie kann man das Problem lösen.
Die Partitionstabelle hatte es auch erwischt. Sämtliche mir bekannten Tools (auch einige die ich noch nicht kannte) haben keine wirkliche Besserung geschafft. Zum Schluß blieb mir nur, anhand der aktuellen Anzeige von “mount” und “df” die Partitionstabelle so gut wie möglich wieder herzustellen. Klappte dann auch irgendwie - dachte ich zumindest.
Nach vielfachen read-only Tests habe ich es dann gewagt und meine Kiste neu gestartet. Das Zittern begann und dann … erschien tatsächlich der GRUB mit dem über ein Update kurz vor dem Reboot noch neu installiertem Kernel. Die Boot-Partition liegt als erstes auf der Platte, also alles klaro.
Nix da. Kernel wurde geladen, dann ein panic. Ich hab zur Trinity RescueCD gegriffen, das System booten lassen und dann rutschte mir das Herz voll in die Hose. Die zweite, größe, wichtigste Datenpartition war nicht mehr lesbar. Naja, lesbar schon, der Kernel konnte nur kein ordentliches Dateisystem mehr finden. Prima, dachte ich mir. Nach vielem weiterem wühlen, surfen, rumfragen kam ich irgendwann auf einen sehr unscheinbaren Namen.
TestDisk. Wer denkt denn bei sowas an recovery? Ok, Webseite durchgelesen. Klingt interessant. Die Trinity hat’s sogar dabei. Also, aufgerufen. Das Programm hat ganze 15 Sekunden gescannt und mir gemeldet, daß die zweite Partition nicht ganz genau da anfangen solle. Bitte korrigieren. Kein Problem.
Nur 20 Sekunden hat TestDisk benötigt um meine durch eigene Dummheit vernichtete Partitionstabelle wieder hinzubügeln. Unglaublich! Und vollstens zu Empfehlen!





