KFZ-Steuer: übliches “hin und her” in der Politik

Aktuell macht die Politik mal wieder Schlagzeilen. Steuerbefreiung für Neuwagen. Somit soll die schwächelnde Automobil-Industrie angekurbelt werden.

Ok, schauen wir mal. Ein neuer Mittelklassewagen mit Schadstoffklasse Euro-5 kostet ab ca. 10.000 EUR aufwärts. Durchschnittlich hat so ein Wagen einen Hubraum von 1.6 oder 1.8 Litern. Aktuell liegt die KFZ-Steuer bei 6.75 EUR pro angefangene 100 c3. Das bedeutet, bei 1.6 Litern eine Steuer von 108 EUR, bei 1.8 Litern eine Steuer von 121,50 EUR.

Somit fördert also die Regierung demnächst jemanden, der sich zum Beispiel einen Kombi einer deutschen Automarke kauft, mit 216 EUR (2 Jahre Steuerfreiheit). Mein Beispielwagen kostet aktuell laut Hersteller 18.885,- EUR ohne extras. Gäbe es diese Steuerfreiheit nicht, würde der Wagen also quasi 19.101,- EUR innerhalb von zwei Jahren kosten (ohne Verbrauch oder Versicherungsbeiträge). Damit bekomme ich also über den Staat unterm Strich einen “Rabatt” von etwa 1.3% auf diesen Neuwagen auf zwei Jahre gerechnet.

Ist ja wahnsinn. Bei einem so großen Rabatt kaufe ich mir doch direkt zwei Neuwagen. Durch den tollen Rabatt hab ich’s ja.

Ach übrgens, die Regierung steht natürlich in der Presse schön da. Tolle Steuerbefreiung, Jubel, Trubel, Blabla. Leider wird in der Presse fast garnicht erwähnt, daß Neuwagen bis 2005 bereits in den ersten Jahren von der KFZ-Steuer befreit waren. Durch eine Änderung des KFZ-Steuergesetzes wurde diese Steuerbefreigung von unserer aktuellen Regierung abgeschafft.

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