NSA-Hack: Die nächsten Veröffentlichungen

The Shadow Brokers, die vor kurzem Informationen aus NSA-Dokumenten veröffentlicht haben, aus denen die WannaCry-Attacke vom letzten Wochenende hervorgegangen ist, haben möglicherweise noch viel sensiblere Daten in Händen.

In einem Post hat die Gruppe angekündigt, ein “Monatliches Datenpaket” zu veröffentlichen, welches Methoden und Programme aufzeigt um

  • Web Browser, Router, Mobilgeräte anzugreifen und zu übernehmen
  • Ausgewählte Methoden und Programme aktueller Exploits, inklusive Methoden zum Angriff auf Windows 10
  • [von der NSA] ermittelte Daten bezüglich SWIFT Provider und Zentralbanken
  • [von der NSA] ermittelte Daten betreffend Russischen, Chinesischen, Iranischen und/oder Nordkoreanischen Atomwaffen und Raketenprogramme
Unveröffentlichte Windows 10 Zero-day exploits

Die ShadowBrokers haben angeboten, alle Daten unter Verschluss zu halten, sofern eine “verantwortungsbewusste Gruppe” die Daten kauft. Nach weiteren Informationen der Gruppe soll die NSA an große Konzerne Geld zahlen, damit diese bestimmte Lücken nicht beseitigen.

TheShadowBrokers is thinking Google Project Zero is having some former TheEquationGroup member. Project Zero recently releasing “Wormable Zero-Day” Microsoft patching in record time, knowing it was coming? coincidence?
Source: ShadowBrokers

The Shadow Brokers made the screenshots available in January. The NSA supposedly realized what the Shadow Brokers had and told Microsoft. Microsoft took the unprecedented step of skipping Patch Tuesday in February and then released the SMB (Server Message Block) fix in March that was used by WannaCry and not dumped by the Shadow Brokers until April.
Source: networkworld

Wir können gespannt sein, was im Juni kommen wird …

Hinweis: Dies ist die deutsche Version des gestrigen englischen Blogs

Hacker erpressen Bell Canada

Scheinbar ist nun auch Bell.ca, der größte Kanadische Telefonanbieter, Ziel von Erpresser-Hackern geworden.

1.900.000 Addressen + 2.000 Telefonnummern veröffentlicht

Fast 2 Millionen Email-Addressen und 2.000 Telefonnummern wurden von einer unbekannten Hackergruppe veröffentlicht, die sie nach eigenen Angaben aus dem internen Netzwerk von Bell kopiert haben. Das Datenvolumen soll auch genaue Anschriften, Position in der Firma sowie weitere Informationen von mehr als 150 Mitarbeitern von Bell beinhalten.

“failed to cooperate”

Die Hacker schreiben weiter, daß Sie eine “größere Datenmenge veröffentlicht haben, da Sie nicht mit uns kooperiert haben”. Diese Information weist direkt darauf hin, daß die Hacker offensichtlich versucht haben die Daten an Bell zurück zu verkaufen.

“releasing a significant portion of Bell.ca’s data due to the fact that they have failed to cooperate with us.”

Wie schon die ShadowBrokers scheint auch diese Hackergruppe der Firma eine Art “weitere Chance” zu geben, indem behauptet wurde daß weitere sensiblere Daten bisher nicht veröffentlicht wurde.

“This shows how Bell doesn’t care for its customers safety and they could have avoided this public announcement, Bell, if you don’t cooperate more will leak :)”

 

NSA-Exploit: Next and bigger round

The Shadow Brokers, who published informations about stolen NSA-Documents which first results was the WannaCry attack of last weekend, announced to have even more sensitive data and details available.

In a blog post, the group said it was setting up a “monthly data dump” and that it could offer tools to break into

  • web browser, router, handset exploits and tools
  • select items from newer Ops Disks, including newer exploits for Windows 10
  • compromised network data from more SWIFT providers and Central banks
  • compromised network data from Russian, Chinese, Iranian, or North Korean nukes and missile programs
Undisclosed Windows 10 Zero-day exploits

 

They offered to keep all data secret “if a responsible party” buys all the stolen data. Following more and also previous posts from the group, according to the ammount of stolen data and how fast a patch to some previous published leaks was published, it is most likely that the NSA pays big companies for not fixing several exploits.

TheShadowBrokers is thinking Google Project Zero is having some former TheEquationGroup member. Project Zero recently releasing “Wormable Zero-Day” Microsoft patching in record time, knowing it was coming? coincidence?
Source: ShadowBrokers

The Shadow Brokers made the screenshots available in January. The NSA supposedly realized what the Shadow Brokers had and told Microsoft. Microsoft took the unprecedented step of skipping Patch Tuesday in February and then released the SMB (Server Message Block) fix in March that was used by WannaCry and not dumped by the Shadow Brokers until April.
Source: networkworld

We will see if and what will be published in June …

BGH: Datenspeicherung doch (nicht) erlaubt ?

Eine Regelung, die eine allgemeine und unterschiedslose Vorratsdatenspeicherung vorsieht, […] überschreitet somit die Grenzen des absolut Notwendigen und kann nicht als in einer demokratischen Gesellschaft gerechtfertigt angesehen werden, wie es die Richtlinie im Licht der Grundrechtecharta verlangt.

Dies ist ein Auszug aus der Pressemitteilung des Europäischen Gerichtshofs betreffend mehrerer Klagen zur Vorratsdatenspeicherung in einzelnen europäischen Staaten.

https://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2016-12/cp160145de.pdf

Nach diesem Urteil ist es den Mitgliedstaaten untersagt, jegliche persönliche Daten massenhaft auf Vorrat zu speichern – es sei denn es ist eine entsprechende Gefahr zu verhindern. Der deutsche Gesetzgeber hat die Vorratsdatenspeicherung aktuell auf 7 Tage begrenzt (nachdem das vorherige Gesetz bereits vom BGH gekippt wurde) – hier wurden ebenfalls klagen eingereicht.

Um so seltsamer ist es, daß der BGH heute in einer Klage gegen die Webseitenbetreiber des Bundes und der Länder nicht so enge Grenzen gesetzt hat.

Webseitenbetreiber dürfen die IP-Adressen ihrer Seitenbesucher speichern, wenn es für die Abwehr von Cyberangriffen erforderlich ist. Nach einer Entscheidung des BGH muss dann auch das Persönlichkeitsrecht des Nutzers zurückstehen.
(Quelle: tagesschau.de)

Nach dieser Logik dürfen nun doch Daten auf Vorrat gespeichert werden – denn ein “Cyberangriff” kann ja theoretisch jederzeit von jeder IP ausgehen.