Category Archives: Betriebssystem

Killt freie Software Microsoft ?

Keith Kurtis war 11 Jahre lang Programmierer bei Microsoft in Redmond. Bis zu seiner Kündigung kannte er Linux nur vom Hörensagen – mittlerweile ist er ein selbsternannter Linux-fanatiker.

Seine Argumente sind aber keineswegs fanatischer Natur sondern eher sachlich. Er ist der Meinung, daß das Geschäftsmodell von Microsoft nicht zu freier Software passt und nie passen wird. Und selbst wenn MS beispielsweise den Internet Explorer öffnen würde, wären laut Kurtis wohl die wenigsten Programmierer daran interessiert – da es ja schon die Mozilla Engine (Firefox) und WebKit (Safari) gibt.

Microsoft is manning a leaky ship, and the only thing they can do is just try to pump water faster. It appears that Windows 7 plugs many of the leaks in Vista, but it is still fundamentally flawed.

Die aktuellen Versuche von Microsoft, selbst etwas offener zu werden oder freie Dienste anzubieren ist dazu lediglich dazu da, um gute PR zu erzeugen. Dienste wie CodePlex sind zwar offen, benötigen aber zumeist kleinere Add-Ons zu propietären Microsoft-Produkten. Scheinbar hat Microsoft “freie Software” nicht richtig verstanden.

So I don’t really know what Microsoft can do. While the company says it doesn’t like piracy, it does allow itself to compete on price with free software. As Bill Gates wrote: “It’s easier for our software to compete with Linux when theres piracy than when theres not.”

Ex-Microsoftie says free software will kill Redmond

Überflüssige BIOS-Features ?

Phoenix will laut diesem Artikel ein paar “tolle Neuerungen” in die kommenden BIOS-Versionen mit einfließen lassen. Neben einer (leicht knackbaren) Fingerabdrucks-Authentifizierung (wie klappt das eigentlich wenn man sich den Finger verletzt hat?) sollen die kommenden BIOS-Varianten in der Lage sein, ein abgefragtes Kennwort an das Betriebssystem weiter zu geben. Somit muß man sich nur noch einmal anmelden – die Authentifizierung ans Betriebssystem entfällt dabei.

Das ist natürlich genau so sicher, als würde man die Authentifizierung beim Betriebssystem einfach abschalten. Zumindest haben Angreifer dann den Vorteil, daß sie nur noch einen Zugang knacken müssen. Halt, das ist den Hackern ja mittlerweile verboten. Also ist man da wieder auf der sicheren Seite.

Linux 2.6.23 und TrueCrypt

Viele werden schon bemerkt haben, daß der aktuelle Kernel 2.6.23 nicht mit der aktuellen Version von TrueCrypt 4.3a funktioniert.

/root/truecrypt-4.3a-source-code/Linux/Kernel/Dm-target.c:659: Fehler: zu viele Argumente für Funktion »kmem_cache_create«
make[2]: *** [/root/truecrypt-4.3a-source-code/Linux/Kernel/Dm-target.o] Fehler 1
make[1]: *** [_module_/root/truecrypt-4.3a-source-code/Linux/Kernel] Fehler 2
make: *** [truecrypt] Fehler 2

Mit diesem kleinen Patch auf DM-target.c angewendet, klappts auch damit wieder problemlos.

— Dm-target.c.orig 2007-10-28 12:57:39.000000000 +0100
+++ Dm-target.c 2007-10-28 13:16:16.000000000 +0100
@@ -656,7 +656,7 @@
goto err;
}

– bio_ctx_cache = kmem_cache_create (“truecrypt-bioctx”, sizeof (struct bio_ctx), 0, 0, NULL, NULL);
+ bio_ctx_cache = kmem_cache_create (“truecrypt-bioctx”, sizeof (struct bio_ctx), 0, 0, NULL);
if (!bio_ctx_cache)
{
error (“kmem_cache_create failed”);

Das Original gibts hier: http://www.kaminek.de/patch.txt

PCs ohne Betriebssystem

Manchmal gibt es doch gute Ideen. Statistiken behaupten, mehr als 90% aller Computer laufen mit diesem Betriebssystem einer Firma aus Redmond, USA. Beweisen lässt sich das natürlich nicht – da ja jeder der einen Computer kauft gleich dieses Betriebssystem mit dabei bekommt – OEM. Ob es danach genutzt wird, oder nicht.

Der Think Tank aus Brüssel hatte daher jetzt die Idee, alle PCs in Europa von dieser OEM-Steuer zu befreien – indem einfach ein vorinstalliertes Beitriebssystem verboten wird. Schließlich soll ja die Installation zu Hause laut Herstellerangaben sooo einfach sein.

Und fast gleichzeitig mit der Forderung von Think Tank wird in Frankreich ein Gerichtsurteil gefällt, bei dem der Hersteller einem Notebook-Käufer die kompletten Kosten der nicht genutzten vorinstallierten Software erstatten musste.

Linux: Versteckte Prozesse zeigen

Auch unter Linux ist es relativ einfach einen laufenden Prozess zu verstecken. Mit den richtigen Anweisungen programmiert und kompiliert braucht der offizielle Kernel von kernel.org nicht mal gepatcht werden, um Programme vor der Anzeige via ps oder top zu verstecken. Auf diese Weise verstecken sich unter anderem rootkits – vermutlich wird auch der in den Medien viel beredete Bundestrojaner ein solches Verhalten nutzen.

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Beweise auf den Tisch, Microsoft !

Seit geraumer Zeit behauptet Microsoft-CEO immer wieder öffentlich, daß Linux gegen vorhandene Patente von MS verstossen soll. Einen Beweis ist Ballmer bisher jedoch schuldig geblieben (kommt einem das nicht bekannt vor?).

Jetzt haben einige Leute aus der Community die Webseite showusthecode.com ins Leben gerufen, mit der Sie dem Redmonder Unternehmen eine Frist bis zum 01. Mai 2007 setzen. Microsoft soll bis dahin offen legen, gegen welche Patente wo Linux verstösst – damit die Kernel-Hacker die Patentverletzungen umgehend entfernen können.

Einen Blog dazu gibt es natürlich auch schon.

wget bug 186592

Da habe ich gerade meine lokale Kiste etwas aktualisiert und bin in ein sehr merkwürdiges Phänomen reingerasselt.

Irgendwie gingen auf der Konsole teilweise keine Namensauflösungen mehr. ping funktionierte, wget auf die gleiche Domain nicht. Fehlermeldung war immer etwas mit konnte Namen nicht auflösen.

Nach viel gesuche habe ich im wget bugzilla den Bug 186592 gefunden. Dieser ist zwar schon älter (und auch behoben), hat mich dann aber doch auf die Lösung gebracht. Folgenden Eintrag in der /etc/nsswitch.conf ändern:

#hosts: files nisplus dns
hosts: files dns

Damit ist ein eventuell vorhandener Bug im wget zwar nicht behoben, aber doch umgangen.

Multimedia-Tastatur unter Linux

Wer eine Multimedia-Tastatur unter Linux besitzt und nicht GNOME oder KDE verwendet, kann meißt nicht auf die zusätzlichen Tasten seiner Tastatur zugreifen. Abhilfe schafft da ein Tool namens ESE Key Daemon. Das Programm läuft auf Kernel 2.6 im Userspace und stellt die zusätzlichen Tasten via Daemon zur Verfügung.

Installation und Einrichtung ist recht einfach.

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