Über die Schlauheit mancher Besucher öffentlicher Toiletten

Man stelle sich vor. Da ist man in einem öffentlichen Gebäude und muss mal aufs Klo. Soll passieren, vermutlich gibts genau deswegen dort jede Menge Toiletten. Auf dem Weg zur Toilette sieht man noch eine Frau mit einem großen Putzwagen herumwerkeln, aber das nimmt man nur so nebenbei wahr.

Ok, man hat also das stille Örtchen erreicht. Eines von den Einzel-Örtchen, also ein Raum mit Klo und Waschbecken und einer – natürlich – Tür zum abschließen. Man setzt sich hin und will gerade so richtig loslegen, da hört man vor der Tür schritte. Jemand bleibt vor der Tür stehen und versucht zu öffnen.

Natürlich hat man abgeschlossen. Die Person vor der Tür scheint das nicht zu verstehen, und versucht fast 10 Sekunden lang die Tür zu öffnen – durch heftiges Klinke-runterdrücken und an-der-Tür-wackeln.

Danach wird es still und man denkt “Vielleicht hat es derjenige ja jetzt kapiert – besetzt.” Wird ja auch durch den weit verbreiteten, kleinen roten Balken an der Aussenseite der Türschlosses verdeutlicht.

2 Minuten später ist “er” wieder da. Er will rein. Die Türklinke wird mit harter Gewalt immer und immer wieder heruntergeknallt. An der Tür wird gewackelt und gerüttelt – sowohl bei “Klinke runter” als auch bei “Klinke rauf”. Man ist schon kurz davor eilig vom Klo zu verschwinden – dann ist schon wieder stille. “Er” steht aber noch vor der Tür, man sieht ihn als Schatten unter der  Tür hindurch scheinen.

“Er” hat eine Idee. Nicht die Tür aufbrechen, zum Glück. Er geht zur Putzfrau. Die haben ja meißt Schlüssel für alle möglichen Türen. Man hört dumpf folgendes Gespräch.

Er: “Die Tür geht nicht auf.”
Sie: “Dann ist da wohl besetzt.”
Er: “Ja, aber die Tür geht doch nicht auf. Aufschließen?”
Sie: “Nein, dort ist besetzt. Da ist schon jemand drauf.”
Er: “Aber bitte aufschließen.”
Sie: “Nein, da müssen Sie warten bis wieder frei ist, oder ein anderes Klo aufsuchen.”

Was “Er” dann gemacht hat, kann ich nicht sagen. “Er” war danach verschwunden.