USA verweigert Mozilla-Entwickler die Einreise

Bereits am Dienstag hat gizmodo berichtet, dass die USA dem Mozilla-Entwickler Daniel Stenberg – Autor des Kommandozeilen-Programms curl – die Einreise in die USA untersagt haben. Und das, obwohl Stenberg über ein gültiges Visum verfügt, welches ihm freie Einreise in die USA erlauben sollte.

ESTA trotz Visum abgelehnt

Stenberg konnte in Schweden kein Check-In für seinen Flug vornehmen – als er am Terminal stand hatte die Dame hinter dem Tresen nach seinen Angaben offensichtlich eine Anzeige auf dem Bildschirm und bat ihn zu warten, während Sie telefonierte. Nach kurzer Zeit teilte Sie ihm mit, dass er nicht in die USA einreisen könne da seine ESTA abgelehnt wurde.

Auf dem Weg nach Hause hat er via Twitter seinem Frust etwas Luft gemacht – mittlerweile prüfen die Anwälte von Mozilla, warum sein gültiges Visum abgelehnt wurde. Es wurde vermutet, dass die Ablehnung mit der kürzlichen Entscheidung des Obersten Gerichtshofs zusammen hängt, die das Einreiseverbot von Donald Trump in Teilen zugelassen haben.

Von mehreren IT-Firmen wurden inzwischen entsprechend Sorgen geäußert, dass man jetzt das notwendige Personal nicht mehr für Geschäftsreisen in die USA einreisen lassen könnte. Tatsächlich hat sogar Brad Smith, Chefjustiziar (Chief legal officer) bei Microsoft, Stenberg seine direkte Unterstützung in diesem Fall angeboten.

Gültiges US-Visum keine Einreise-Garantie

Eine Anfrage an das Department of Homeland Security von gizmodo ergab, dass laut deren Auskunft “ein Visum bzw ein gültiges ESTA keine Garantie für eine Einreise einer fremden Person in die USA ist”.